Google Analytics vs. Matomo - Wie analysiere ich am besten meine Website?

08.09.2021 | Julian Thösen

Wenn du deine Website voranbringen und mit ihr Erfolg haben willst, dann ist es wichtig, dass du deine Website auswerten kannst. "Auswerten" kann in diesem Fall zum Beispiel bedeuten, zu überprüfen, wie viele Personen deine Website besuchen, wie lange sie auf deiner Website verweilen und welche Unterseiten sie besonders gerne aufrufen.

Mit einem Einblick in diese Zahlen kannst du deine Schlüsse ziehen, wie du mit deiner Website weiter fortfährst: Gewinnt meine Website an Wachstum? Sollte ich mehr Blogartikel veröffentlichen? Einsehbar werden diese Zahlen mit bestimmten Tools, von denen wir uns heute zwei Beispiele ansehen wollen: Google Analytics und Matomo. Damit du entscheiden kannst, welches der beiden Tools für dich, deine Bedürfnisse und deine Website am besten ist, schauen wir uns die beiden mal im Vergleich an:

Datenschutz

Das Thema Datenschutz, ein wichtiges Thema: Dass Google-Dienste auf diesem Gebiet nicht ganz unbedenklich sind, ist nichts Neues. Da stellt sich die Fragen, ob die Nutzung von Matomo hier unbedenklicher ist. Einen Pluspunkt in puncto Datenschutz bekommt Matomo, da es auf einem eigenen Server läuft. Die Daten deiner Besucher*innen werden also nicht wie bei Google auf fremden Servern von Drittanbietern gespeichert, sondern direkt bei dir. Matomo lässt sich also datenschutzkonform einsetzen. Gibt es dabei einen Haken? Leider einen kleinen, ja. Beide Dienste können zwar an sich kostenlos genutzt werden, allerdings benötigst du für Matomo den angesprochenen eigenen Server oder Webspace, den du wiederum monatlich bezahlen musst. Außerdem ist das Einrichten des Servers und damit die Installation von Matomo deutlich schwieriger als die Installation von Google Analytics. Ohne Vorwissen wirst du dir hier vielleicht Hilfe holen müssen. Wenn die Daten deiner Besucher*innen bei dir gespeichert sind, bedeutet das zudem auch, dass du selbst für die Sicherheit der Daten verantwortlich bist. Hier lässt sich aber auch wieder ein Pluspunkt für Matomo hervorheben: Matomos Advanced Privacy Control hilft dabei, die Daten anonym zu sammeln, und Matomo selbst erlaubt es, Besucher*innen ihr Tracking deaktivieren zu lassen. Wer kommt im Bereich Datenschutz jetzt besser weg, Google Analytics oder Matomo? Wir fassen zusammen:

Pro Matomo / Contra Google Analytics:

  • Die Daten werden bei Matomo auf einem eigenen Server gespeichert, nicht wie bei Google Analytics auf Servern von Drittanbietern.
  • Matomo kann sich demnach datenschutzkonform verwendet werden.
  • Matomo hilft aktiv beim Datenschutz.
  • Googles Datenschutz ist nicht ganz unbedenklich.

Pro Google Analytics / Contra Matomo:

  • Der Server zum Hosten von Matomo kostet Geld.
  • Der eigene Server erschwert die Installation von Matomo.
  • Mit Matomo musst du dich selbst um die Sicherheit der Daten deiner Besucher*innen kümmern - vielleicht ist das aber auch gar kein Nachteil. ;)

Datenqualität

Hier spricht einiges für Matomo: Matomo ermöglicht dir, Customer-Journeys eins zu eins aufzuzeichnen. Du wirst also in der Lage sein, jede Aktion und Interaktion deiner Besucher*innen nachvollziehen zu können. Auch ist Matomo dazu in der Lage, Besucher*innen mit AdBlockern zu registrieren. Google Analytics hingegen wird von vielen AdBlockern gestört oder sogar blockiert. Auf der Gegenseite kann Matomo durch eine stetig wachsende Blacklist auch Spam-Besuche erkennen und aus den Daten herausfiltern. Für Google Analytics spricht hier lediglich, dass deren Interface in der Regel intuitiver verstanden wird und das eine geringere Eingewöhnungszeit erfordert als Matomo. Die Daten können demnach - wenn auch sie vielleicht keine so hohe Qualität wie die von Matomo haben - mitunter leichter von dir ausgewertet und somit zur Optimierung deiner Website genutzt werden. Wer kommt in puncto Datenqualität insgesamt besser weg? Wir fassen schnell zusammen:

Pro Matomo / Contra Google Analytics:

  • Matomo zeichnet Customer-Journeys eins zu eins auf, dir wird also ein tieferer Einblicke in die Daten gewährt.
  • Außerdem erkennt Matomo auch Nutzer*innen mit AdBlockern und filtert Spam-Besuche heraus, erfasst also insgesamt von mehr echten Besucher*innen die Daten.

Pro Google Analytics / Contra Matomo:

  • Das Interface von Google Analytics ist intuitiver. Es benötigt also im Regelfall weniger Eingewöhnungszeit, um Daten effektiv auswerten zu können.

Funktionen

Zunächst lässt sich zum Thema "Funktionen" sagen, dass es sowohl für Google Analytics als auch für Matomo Android- und iOS-Anwendungen gibt. Außerdem sind beide Tools an sich kostenfrei, wobei wir bereits festgestellt haben, dass man für Matomo einen eigenen Server mieten muss. Auf der anderen Seite ist Google Analytics in seinen Möglichkeiten limitiert: Pro Monat können nur zehn Millionen Aktionen erfasst werden. Das klingt erstmal nach viel, aber besonders für Agenturen, die mehrere Websiten analysieren wollen, kann das zum Problem werden. Google Analytics setzt hier die Grenze nämlich bei maximal 50 Projekten. Matomo hingegen limitiert nicht. Da Matomo ein Open-Source-Programm ist, gibt es hierfür auch einen Marktplatz. Dort kann jede Benutzer*in Plugins für Matomo zur Verfügung stellen, aber vor allem auch die eigene Matomo-Installation mit von anderen entwickelten Plugins erweitern. Bisher gibt es hier über 70 verschiedene Plugins, mit denen der Funktionsumfang erweitert werden kann. Was bei Matomo jedoch nicht so einfach ist wie bei Google Analytics, ist die Verknüpfung mit Google Ads, die zwischen Google-Produkten natürlich einfacher ist. Wer hat abschließend die Nase bei den Funktionen vorne? Wir fassen auch hier nochmal zusammen:

Pro Matomo / Contra Google Analytics:

  • Google Analytics ist auf 50 Projekte und zehn Millionen Aktionen pro Monat limitiert, Matomo hat keine Limitierung.
  • Als Open-Source-Programm gibt es für Matomo eine wachsende Menge an Plugins, die den Funktionsumfang erweitern.

Pro Google Analytics / Contra Matomo:

  • Die Verknüpfung mit Google Ads funktioniert bei Google Analytics leichter.

Fazit

Google Analytics und Matomo, beide Tools haben ihre Vor- und Nachteile. Welches von beiden Tools solltest du jetzt also nutzen? Mit unserem Vergleich in den Bereichen Datenschutz, Datenqualität und Funktionen konnten wir dir hoffentlich zeigen, wo du mit welchem Tool Abstriche machen musst und wo du etwas dazugewinnst. Je nachdem, worauf du bei deiner eigenen Erfahrung und bei der deiner Besucher*innen den Fokus legst, hast du vielleicht selbst erkannt, welches der beiden Tools besser zu dir passt. Alleine schon, da die Entscheidung je nach Größe deines ideenKiNDes variieren kann, können wir dir die Entscheidung letztendlich leider nicht abnehmen. Was wir aber machen können, ist dich zu beraten, falls du dir noch unsicher bist, welches Tool besser zu dir und deinem ideenKiND passt. Auch falls darüber hinaus noch Fragen offen geblieben sind, kannst du dich sehr gerne damit bei uns melden. Wir freuen uns auf deine Nachricht oder deinen Anruf! :)

 

Bildquellen:

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Über die Autorin / den Autor

Julian Thösen

Expert Design & Social Media

Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten und mich selbst einer Challenge nach der nächsten zu stellen, weshalb ich in den Bereichen Design und Social Media voll und ganz aufgehen kann. Als Filmwissenschafts- und Germanistikstudent sind Medien und Kreativität zudem genau mein Ding! Als Junior Projektmanager unterstütze ich unser Team in allen möglichen Bereichen: egal ob Brand-, Print- oder Webdesign, Social Media oder beim Verfassen diversester Texte. Ich freue mich über jedes ideenKiND, dem ich dabei helfen kann, seine Ideen und Vorstellungen umsetzen zu können, und im Gegenzug kann ich mich in den verschiedensten Bereichen ausprobieren und entfalten – eine Win-Win-Situation! Mein Motto: „Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Wilhelm von Humboldt.

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