Timothy Ferriss, die 4-Stunden Woche

Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben

„Das macht man so.“
„Das haben wir schon immer so gemacht.“
„Tu das lieber nicht, wir wollen doch niemandem in die Suppe spucken.“

Klingt vernünftig? Vielleicht. Aber klingt das auch sinnvoll? Bedenkt man, dass wir bei einer möglichen Lebenserwartung von 77 Jahren nur 28.200 Tage leben, klingt das in meinen Ohren absolut nicht zufriedenstellend.

Denn, wenn wir mal ehrlich sind: Wer hat Lust, 8 oder mehr Stunden täglich mit Dingen zu verbringen, die keinen Spaß machen und nicht befriedigend sind? Wer jetzt sagt, das ist für ihn völlig ok, den frage ich, wohin seine Kindheitsträume, seine großen Ziele und Wünsche verschwunden sind?!

Und sehen wir es mal aus der Perspektive eines Arbeitgebers: Wer möchte denn bitte einen Arbeitnehmer, der Dienst nach Vorschrift leistet? Das muss sicher ein Arbeitgeber sein, der wenig Wert auf eine Entwicklung seines Teams und auf Innovationskraft legt. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Das muss ein Arbeitgeber sein, der bewusst Fortschritt verhindert und damit vollen Bewusstseins darauf wartet, dass ein anderes Unternehmen seine Rolle einnimmt. Eines, das Menschen fördert, die sich verwirklichen und effizient (und natürlich effektiv) arbeiten wollen.

Timothy Ferriss verspricht, die 4-Stunden Woche sei ein „Wegweiser für eine Flucht aus dem Hamsterrad und ein Manifest für eine neue Gewichtung zwischen Leben und Arbeiten“.

Dabei schreibt er sehr kritisch und geht ins Extreme mit seinen Ansichten und Ratschlägen. Wie bei jedem Buch gilt es also abzuwägen, was für einen selbst sinnvoll ist und was eben nicht passt.

Mein Rat an der Stelle lautet aber: Probieren geht über Studieren. Wer sich traut, ein ganz kleines bisschen von dem umzusetzen, was Timothy Ferriss vorschlägt, merkt schnell, dass Arbeiten auch anders funktionieren kann, als bisher geglaubt. Und es ist möglich, mit weniger Aufwand mehr Erfolg zu haben.

Und das passiert, wenn du die 4-Stunden Woche liest:

  1. Du findest heraus, was dich glücklich macht und womit zu Zeit verbringen willst.
  2. Du kümmerst dich genau darum und nicht um das, was dich davon abhält, glücklich zu sein.
  3. Du hinterfragst deine Gedanken und dein Verhalten:
    1. In welcher Weise hält “realistisches” oder “verantwortungsbewusstes” Denken dich davon ab, das Leben zu leben, das du dir wünschst?
    2. Was tust du gegenwärtig und was würde passieren, wenn du das Gegenteil von dem tun würdest, was alle um dich herum tun?
    3. Was opferst du, wenn du die nächsten fünf, zehn oder 20 Jahre so weitermachst wie bisher?
  4. Du lernst, das Spiel anders zu spielen:
    1. Der Ruhestand ist auf keinen Fall dein Ziel!
    2. Weniger zu arbeiten bedeutet nicht, faul zu sein.
    3. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Du alleine bestimmst, wann der Zeitpunkt gekommen ist.
    4. Du bittest nicht um Erlaubnis, sondern um Verzeihung.
    5. Du betonst deine Stärken und versuche nicht, deine Schwächen loszuwerden.
    6. Dir wird klar, dass Geld alleine auch keine Lösung ist.
    7. Dir ist ein relatives Einkommen wichtiger, als ein absolutes.
    8. Du weißt Stress zu unterscheiden. Es gibt guten und schlechten Stress.
  5. Du hinterfragst, was dich abhält, dein Leben zu ändern und erkennst, dass deine Ängste unbegründet sind.
  6. Du startest dein System neu: unvernünftig, aber eindeutig.
  7. Du eliminierst Zeitfresser und alles Andere, das dich aufhält.
    1. Das Pareto- oder 80/20-Prinzip: 20 Prozent des Inputs sorgen für 80 Prozent des Outputs.
    2. Das Parkinsons’sche Gesetz: Wer 24 Stunden für ein Projekt hat, nutzt 24 Stunden. Wer dagegen einen Monat Zeit hat, wird einen Monat brauchen.

Und wer glaubt, das sei schon viel, dem sei verraten, dass das erst der Anfang ist. Es folgen Kapitel zur Automation, Liberation, darunter beispielsweise der “Einkommensautopilot” – “Finden Sie Ihre Muse”, – “Testen Sie Ihre Muse”, – “Management by Absence” und “Wie man aus dem Büro entkommt”, “Wie Sie Ihren Job loswerden” oder “Ersetzen Sie Ihre Arbeit durch ein neues Leben”.

Konkrete Tipps

Für alle, die jetzt schon etwas ändern möchten, gibt es konkrete Tipps. Und das sind natürlich bei Weitem nicht alle, die im Buch genannt werden.

  • Hinterfrage Prozesse: Warum finden sie statt? Was soll damit erreicht werden?
  • Betreibe Outsourcing und habe Spaß dabei!
  • Sammle Aufgaben, die regelmäßig anfallen und erledige sie gemeinsam – minimiere damit den Zeitaufwand.
  • Terminesind oft nur Zeitvertreib. Hinterfrage immer, ob Termine auch tatsächlich notwendig sind.
  • Zeitfresser erst sammeln, dann erledigen (z. B. Mails checken).

Lust auf mehr? Dann viel Spaß beim Lesen 😉 Wir freuen uns über Berichte!

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Über Tanja Krebs

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